Ratgeber Haustier – was kosten Hund und Katze im Unterhalt?

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Traditionell sind Hunde und Katzen die am meisten verbreiteten Haustiere in unseren Breitengraden. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern für viele andere Länder in Europa ebenso. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Katze oder einen Hund anzuschaffen, sollte sich auch über die Folgen Gedanken machen. Damit sind nicht nur die Kosten, sondern auch der Zeitaufwand gemeint, die mit der Anschaffung und Erziehung im direkten Zusammenhang stehen.

Dieser Ratgeber gibt Aufschluss darüber, was alles vor der Anschaffung eines Haustieres bedacht werden muss. Darüber hinaus wird über die voraussichtlichen Kosten für den Unterhalt sowie für Versicherungen und andere Utensilien informiert.

Hund oder Katze? (flickr.com @ tehbieber)
Hunde oder Katze? (flickr.com @ tehbieber)

Hund oder Katze – welches Haustier passt zu mir?

Ob Hund oder Katze, dass muss jeder selbst entscheiden. Auch beides in Kombination ist möglich. Zwar ist die Meinung weit verbreitet, dass Hunde und Katzen sich nicht verstehen, jedoch gibt es viele Beispiele, in denen Hunde und Katzen gerne miteinander leben und prima auskommen.

Katzen werden in Deutschland besonders oft als Haustier gehalten. Im Vergleich zum Hund sind sie deutlich selbstständiger und brauchen etwas weniger Aufmerksamkeit. Dennoch ist es wichtig, sich um seine Katze zu kümmern. Das Tier muss erzogen und natürlich auch gepflegt werden. Wer denkt, dass eine Katze komplett auf sich gestellt im Haushalt leben möchte, wird schnell eines Besseren belehrt. In der Praxis zeigen Katzen ihren Besitzern sehr oft, was sie möchten und was sie nicht möchten.

Im Vergleich zu vielen Hunden, sind Katzen jedoch gerne alleine draußen in der Natur und genießen ihre Freiheiten. Sie lassen sich ebenso verwöhnen. In der Regel zeigen sie sich deutlich weniger unterwürfig, als es bei einem Hund der Fall ist und meist haben sie einen sturen Charakter. Während ein Hund auf erlernte Kommandos und Befehle hört, ist dies von einer Katze in der Regel nicht zu erwarten. Dennoch kann eine Katze einfühlsam, entspannend und erholsam zugleich sein.

Fazit: In der Praxis muss jeder selbst entscheiden, welches Tier zu ihm passt. Es ist einfach eine „Typ-Sache“ und auch eine Frage der Zeit.

Was kostet eine Katze im Unterhalt?

Die Kosten für eine Katze richten sich nach verschiedenen Faktoren, sind aber insgesamt sehr überschaubar. In der Regel muss zunächst eine Basisausstattung an Spielsachen*, Schlafkissen* und Co gekauft werden. Für unter 100 Euro sollte alles inkl. Fressnapf mehr als gut zu bekommen sein.

Darüber hinaus sind bei einer Katze Kosten für ggf. anfallende Grundimmunisierungen beim Tierarzt zu entrichten. Auch mit Kosten für eine Kastration (ca. 50-80 Euro) ist zu rechnen. Eine Impfung gegen Tollwut sowie einen Microchip, über welchen das Tier identifiziert werden kann und eine Tätowierung im Ohr sind ebenfalls zu empfehlen. Summa Summarum ist mit einer Summe von 150-250 Euro zu rechnen. Für die jährlichen Tierarztkosten sollte mit etwa 100 Euro geplant werden.

In Abhängigkeit davon, ob die Katze drinnen oder draußen ist, entstehen weitere zusätzliche Kosten für z.B. das Katzenstreu. Ebenso muss Futter gekauft werden. Hier ist es zu empfehlen, nicht nur auf Trockenfutter zu setzen, sondern ab und an eine Knabberstange zu kaufen, oder frisches Futter. Die monatlichen Kosten liegen je nach Futter bei etwa 50-100 €, können also im Einzelfall stark variieren.

  • Basisausstattung Spielzeug, Halsband, Kratzbaum etc. mind. 100 Euro
  • Tierarztkosten (Impfung, Kastrierung, Chip) mind. 150-250 Euro
  • Futter und Katzenstreu: 50-100 Euro im Monat

Grundsätzlich können zusätzliche Kosten durch nicht vorhersehbare Operationen entstehen. Ebenso ist es möglich, dass zum Beispiel Kosten anfallen, weil die Katze etwas im Haus oder in der Wohnung beschädigt. Für Fenstersicherungen* oder Balkonsicherungen* können ebenfalls Kosten anfallen.

Welche Kosten fallen bei einem Hund an?

Wer sich einen Hund zulegen möchte, der sollte wie bei einer Katze vorher die Kosten kennen, welche auf ihn zukommen. Grundsätzlich braucht der Hund eine Grundausstattung an Spielsachen*, eine Schlafecke*, ein Geschirr und eine Hundeleine*. Für den Winter sind Reflektoren von Vorteil oder ein LED-Geschirr. Auch ein Fressnapf sowie andere Kleinigkeiten sollten berücksichtigt werden, sodass hier in Summe etwa 100 bis 200 Euro gerechnet werden können.

Wer einen Hund bekommt, muss mit diesem zum Tierarzt. In der Regel bekommen Welpen eine Grundimpfung, die einmalig etwa 60 bis 80 Euro kostet. Hinzu kommen jährliche Kosten in Höhe von etwa 50 Euro für z.B. eine Wurmkur.

Für die Haftpflichtversicherung des Hundes muss je nach Deckungssumme mit Kosten in Höhe von 5 bis 10 Euro im Monat gerechnet werden.

Das Hundefutter ist abhängig davon, wie viel gekauft wird und natürlich auch davon, was für ein Futter gekauft wird. Trockenfutter ist zwar günstiger, jedoch laut Meinung vieler Hundebesitzer nicht unbedingt das beste Futter, was der Vierbeiner bekommen kann. Es ist daher wichtig, dass genau überlegt wird, wie das Tier gefüttert werden soll. Die Kosten liegen im günstigsten Fall bei etwa 40 bis 60 Euro im Monat.

Wer mit seinem Hund zur Hundeschule* gehen möchte, muss mit Kosten von etwa einmalig 100 bis 150 Euro rechnen. Der Besuch der Hundeschule ist in jedem Fall zu empfehlen und hilft, dem Hund Kommandos und das passende Verhalten beizubringen. Gleichzeitig wird die Einheit zwischen Herrchen / Frauchen und dem Hund gestärkt. Der Hund lernt klar, wer seine Bezugspersonen sind.

Die Hundesteuer ist in vielen Gemeinden und Städten davon abhängig, was für eine Art von Hund gehalten wird und wie groß dieser ist. Häufig sind es Summen in Höhe von 50 bis 200 Euro im Jahr, die zu zahlen sind. Bei einigen Hunderassen kann die Steuer auch bei 400 bis 600 Euro im Jahr liegen.

  • Basisausstattung Leine, Geschirr, Spielsachen 100-200 Euro
  • Impfung 60-80 Euro
  • Wurmkur: 50 Euro
  • Haftpflichtversicherung: 5-10 Euro
  • Hundeschule: 100-150 Euro
  • Hundesteuer: meist 50-200 Euro / Jahr

Die Kosten können im Einzelfall sehr unterschiedlich ausfallen. Das ist aber auch davon abhängig, welche Hunderasse bevorzugt wird und welche Bedürfnisse das Tier hat.

Hund oder Katze Ratgeber (flickr.com @ RikkisRefugeOther)
Hund oder Katze Ratgeber (flickr.com @ RikkisRefugeOther)

Der Selbsttest – wie stelle ich fest, ob ein Hund oder eine Katze für mich geeignet ist?

Die nachfolgenden Fragen sollen dabei helfen, festzustellen, ob ein Haustier, ganz gleich ob Hund oder Katze, für einen Menschen geeignet ist oder nicht. Viele Menschen stellen leider erst nach der Anschaffung eines Haustieres fest, dass sie sich gar nicht richtig darum kümmern können. Daher ist es zu empfehlen, vorher einen kleinen Selbsttest zu machen:

  • Wie viele Stunden habe ich am Tag Zeit, um mich um das Tier zu kümmern?
  • Kann ich das Tier täglich füttern und versorgen oder bin ich oft abwesend?
  • Wie viele Stunden ist das Tier maximal am Tag alleine?
  • Wer kümmert sich um das Tier, wenn ich in den Urlaub fahre?
  • Habe ich Kleinkinder im Haus?
  • Habe ich Allergien gegen Hunde- oder Katzenhaar?
  • Habe ich genügend Platz für das Tier?
  • Benötigt mein Tier Auslauf oder kann es nur in der Wohnung gehalten werden?
  • Habe ich genug Geld, um Futter, Tierarzt und Co zu bezahlen?

Diese Fragen können dabei helfen, sich innerlich darauf vorzubereiten, was es heißt, ein Tier zu haben und welche Verantwortung übernommen werden muss. (insbesondere wenn Kinder sich ein Haustier wünschen) Auch wenn die Antwortet bedeutet, dass ein Tier gerade nicht zu einem Menschen passt, bedeutet dies nicht gleich, dass man nichts mit Tieren zu tun haben muss.

Ein eigenes Haustier ist für mich nicht geeignet? – es gibt Alternativen!

Wer zum Beispiel gerne mit Hunden arbeitet und sich um diese kümmern möchte, kann auch beim örtlichen Tierheim anfragen. In der Regel freuen sich Tierheime über ehrenamtliche Mitarbeiter und gleichzeitig bieten die Tiere die Möglichkeit, eine Menge zu lernen. Wer in seiner Nachbarschaft jemanden hat, der einen Hund hat, kann auch hier fragen, ob er zum Beispiel mit dem Tier Gassi gehen darf. In vielen Fällen gibt es die Möglichkeit, sich um Tiere zu kümmern, ohne dass direkt ein eigenes Tier angeschafft werden muss.

Wer in der Nachbarschaft niemanden kennt, kann auch im Internet oder aber auch im örtlichen Supermarkt an der Pinnwand schauen. Auch in der Stadtbücherei gibt es gelegentlich Aushänge mit Informationen zum Thema Tiersitting für Hund und Katze.

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