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Der Ablauf einer Urnenbeisetzung – Was Sie wissen sollten

Von einem geliebten Menschen Abschied nehmen, fällt nie leicht. Vor allem dann nicht, wenn Sie das erste Mal zu einer Urnenbeisetzung anwesend sein werden. Es stellt sich für Sie die Frage, wie dies alles ablaufen wird. Was können Sie erwarten und worauf muss geachtet werden?

Der Ablauf einer Urnenbeisetzung - Was Sie wissen sollten
Eine Sammlung alter Urnen aus Stein

Vorbereitung der Urnenbestattung

Die nächsten Angehörigen kümmern sich in der Regel um alle Vorbereitungen. Ein versiertes Bestattungsinstitut hilft dabei. Es geht mit Ihnen alle relevanten Schritte durch. Beginnend damit, ob und in welchem Umfang eine Grabrede gehalten werden soll.

Weiter geht es mit dem Aussehen der Urnen. Darin wird die Aschekapsel verwahrt und alles zusammen beigesetzt. Immer mehr Bestatter setzen hierbei auf die Urnen von Mementi,  Völsing und Heiso. Von klassisch schwarz bis hin zu aufwendig gravierten Behältnissen, haben Sie die freie Auswahl.

Manche Urnen müssen bestimmte Bedingungen erfüllen. Für Naturbestattungen werden Materialien gewählt, welche sich mit der Zeit zersetzen. Jene für Seebestattungen sind besser gegen Feuchtigkeit gesichert, bis die Asche schlussendlich im Wasser verstreut wird.

Weiter geht es, wie umfangreich die Beisetzung ausgestaltet sein soll. Das Urnengrab kann auf einer Wunschposition des Friedhofs vorbereitet werden. Alternativ gibt es ein Reihengrab oder die „grüne Wiese“. Letztere gilt als anonyme Bestattung. Hierbei ist der genaue Ort des Urnengrabs nicht bekannt.

Ablauf einer Urnenbeisetzung

Mehrheitlich wird die Bestattung auf einem nahegelegenen Friedhof gewählt. Manchmal steht die letzte Ruhestätte auch im Heimatort der verstorbenen Person. Alternativ gewinnt die Naturbestattung im Ruheforst immer mehr an Beliebtheit. Außergewöhnlich, naturverbunden und dennoch zeitgemäß. Dabei wird die Urne an einem Baum bestattet und zersetzt sich mit der Zeit.

Wie die Zeremonie abläuft, dürfen die Hinterbliebenen individuell entscheiden. Eine Rede ist dabei fester Bestandteil, aber kein Muss. Sie kann eine halbe Stunde oder nur wenige Minuten einnehmen. Die Details der Ansprache werden vorab bestimmt. Währenddessen steht ein Bild der verstorbenen Person neben dem Redner.

Meistens wird ein kurzer Abriss vom Lebenslauf dargestellt. Unter Einbezug der anwesenden Menschen und was sie miteinander verbindet. Eine solche Rede findet wahlweise direkt am Urnengrab oder in einer kleinen Kapelle statt.

Anschließend kommt es zur Urnenbeisetzung. Ein gemächlicher Gang zum Grab, gibt den Anwesenden Zeit zum Innehalten. Am Grab angekommen, wird der Bestatter noch ein paar tröstende Worte finden.

Kosten einer Urnenbestattung

Geld sollte an diesem Tag kein Thema sein. Doch kommen Sie nicht drum herum, auch über die Kosten zu sprechen. Wobei die Urne selbst einen der kleineren Punkte ausmacht. Ihr Preis liegt meist zwischen 20 und 150 Euro.

Preisintensiver sind Urnen mit Gravuren sowie Schmuckurnen. Ihr besonderes Äußeres berechtigt Hersteller zu höheren Anschaffungskosten. Insbesondere bei individuellen Anpassungen steigt der Preis. Bei einer Schmuckurne müssen Sie mit bis zu 500 Euro rechnen.

Der Bestatter selbst und seine Gehilfen, die Vorgespräche etc. schlagen am meisten zu Buche. Eine anschließende Trauerfeier ist üblich, aber kann im Zweifelsfall auch daheim organisiert werden.